Hans-Georg Bluhm: Stromlinie
Anna emanzipiert sich im Berlin der Weimarer Republik und des Dritten Reichs als selbstständige Fotografin. Zwei Männer kreuzen ihren Weg: Zum einen der ehrgeizige Architekt Paul, der als Bauinspektor in Hamburg-Altona an den politischen Vorgaben scheitert, 1923 nach Kalifornien auswandert und am Entwurf des ersten Stromlinienflugzeugs Douglas DC–1 beteiligt ist. Zum anderen der pragmatische Ingenieur Ernst, der ab 1933 – trotz aller Zweifel am NS-Regime – als leitender Planer beim Bau der Reichsautobahnen eine steile Karriere durchläuft. Anna fühlt sich zu beiden hingezogen, kann aber keine Entscheidung treffen. Alle drei erleben Erfolge, Rückschläge, geraten in politische Verstrickungen und emotionale Krisen.
Der Roman verbindet literarische Fiktion mit historischen Fakten und spielt zwischen
1914 und 1956. In dieser Zeit entwickelt sich der Stromlinienstil als internationale Designform einer dynamischen Moderne.
Erscneint am: 01.11.2026

